Weg: Rundgang Museen / Pustevny


Pustevny

In der Nacht aus dem 2. auf den 3. März geschah der ausgedehnte Brand der Hütte "Libušín" in der Lokalität Pustevny. Aus diesem Grund ist das Objekt bis auf Widerruf der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Die ausführliche Informationen zu diesen Ereignis finden Sie hier (nur in Tschechschen Sprache).

 

 

Bereits seit Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Beskiden zu einem touristisch häufig besuchtem Gebiet. Die sich zu Sommerwanderungen und Wintersporten eignenden Gebiete locken immer mehr Gäste an. Zur Popularisierung trug die Tätigkeit des ältesten tschechischen Touristenvereins „Pohorská jednota Radhošť" bei, der im Jahre 1884 in Frenštát pod Radhoštěm gegründet wurde, bei.

Die Mitglieder dieses Vereins kauften im Kataster Prostřední Bečva ein günstig gelegenes Grundstück, auf dem im Jahre 1891 die erste Schutzhütte „Pústevňa" (="Einsiedlerhütte") gebaut wurde, zur Erinnerung auf die im Jahre 1784 aufgehobene Einsiedlerhütte.

Bald reichte diese Schutzhütte dem steigenden Interesse der Touristen nicht mehr und drei Jahre später wurde eine weitere Schutzhütte „Šumná" gebaut. Im Laufe der neunziger Jahre wurden Pustevny zu einem sehr beliebten touristischen Zentrum, Das Verein „Pohorská jednota" beauftragte den slowakischen Architekten Dušan Jurkovič, der damale in Vsetín tätig war, mit dem projektierung weiterer Bauten.


Dieser projektierte und realisierte zwei weitere Schutzhütten im Stil der Volkssezession, die bedeutend durch die gezimmerte Volksarchitektur beeinflusst wurde. Als erste wurde die Schutzhütte „Maměnka" (1898) und ein Jahr später „Libušín" gebaut.

Die nach dem Entwurf von Dušan Jurkovič realisierten Interieure waren sehr wirksam durch ihre Kompositions- und Farbeninspiration in der Volkskunst und wurden mit Bildern mit historischen Themen, die Mikoláš Aleš entworfen hat, ergänzt. Den Komplex der Bauten ergänzte der unweit liegende Glockenturm.


Diese Objekte dienten bis zum Beginn der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts, doch ihr technischer Zustand wurde seit Ende des zweiten Weltkrieges fast ununterbrochen schlimmer und schlimmer.

Es schien, dass eine Abbruch die einzige Lösung sei. Im Jahre 1995 jedoch gelang es, „Pustevny" zum Nationalen Kulturdenkmal zu erklären und die Verwaltung von „Pustevny" wurde dem Walachischen Freilichtmuseum anvertraut. Das Museum begann die Generalreparatur und Rekonstruktion der Objekte, vergab die Restaurierung der Dekorationen der Interieure und besorgte Kopien der Originalmöbel und Leuchtkörper. Schon im Jahre 1998 wurde Restaurierung der Dekoration des Glockenturmes durchgeführt und ein Jahr später wurden der Öffentlichkeit „Libušín" mit „Pustevenka" und im Jahre 2003 auch „Maměnka" übergeben.



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