Weg: Gäste, Besichtigung des Museum / Stadt Rožnov pod Radhoštěm
Stadt Rožnov pod Radhoštěm
Etwas über die Stadt Rožnov pod Radhoštěm
Rožnov wird oft als das „Herz der Walachei" genant, als Gebiet, wo bis jetzt eine enge Verbindung der Bevölkerung mit der umgebenden Natur und historischen Tradition besteht.
Rožnov ist gewissermaßer eine Walachei im kleinen, wenigstens in bezug auf die Besiedlungsgeschichte. Die Stadt wurde bereits zur Zeit der ersten landwirtschaftlichen Kolonisation im 13. Jahrhundert gegründet, seit dem 16. Jahrhundert entstanden um die Stadt unter und in den Bergen Streusidlungen, aus denen sich dann in den Tälern an zwei Bächen zwei selbständige Gemeinden, Dolní Paseky und Horní Paseky, formten. Und schließlich breiteten sich auf den Bergen oberhalb von Rožnov – auf den Anhöhen Berg Radhošť, Bača und Černá – Seennhütten und Weidewirtschaften der Walachen aus. Rožnov zehlte im 20. Jahrhundert nur 3 000 Einwohner und zeichnete sich viellecht nur dadurch aus, daß man hier sehr streng die althergebrachte Lebensweise beibehielt, was u. a. durch die Armut der ganzen Gegend bedingt war. In seiner alten ursprünglichen Form blieb auch der Stadtplatz erhalten: er bestand aus 40 an der Stirnseite durch malerische Laubengänge miteinander verbundenen eingeschoßigen Holzhäusern.
Gerade im 20. Jahrhundert verwandelte sich das altehrwürdige hölzerne Städchen in einen berühmten Kurort. Heilmittel war das für lungenkranke Patienten ausgezeichnete Klima. Ein anderes Heilmedium bildete die bei der Verarbeitung der Schafmilch gewonnene Molke aus den Sennhütten oberhalb der Stadt. Nach der Verarbeitung der beim abendlichen Melken gewonnenen Milch begaben sich die Sennner nach Mitternacht alltäglich von den Bergen Radhošť und aus anderen Orten ins Tal. Sie trugen auf dem Rücken 10-20 Liter Molke, um sie noch vor dem Morgengrauen in Rožnov zu verkaufen. Die Kurgäste spazierten dann mit einem mit überkochter Molke gefüllten Kurbecher durch den Park und atmeten tief die harzige feucht Luft ein. Sie kamen aus ganz Mitteleuropa hierher, aber ganz besonders aus dem damaligen Österreich-Ungarn. Die meisten Ausländer kamen vielleicht aus dem polnischen Galizien. Unter den Gästen fehlten auch nicht so bedeutende Persönlichkeiten, wie der Psychoanalytiker Sigmund Freud und der Begrüder der Genetik Gregor Mendel.
Der Kurbetrieb hob auch das Kulturnievea der Stadt. Es entstand ein weitläufiger Kurpark, in dem nach gewisser Zeit ein Kurheim stand, im Park spielte eine Kurkapelle auf. Schon im Jahre 1862 wurde der Gesangsverein Tetřev, einer der ersten in Mähren, gegründet. Die Bürger von Rožnov begenegten sich schon nicht mehr mit den eingeschoßigen Holzhäsern, rissen sie nieder und ersetzten, glücklicherweise nicht alle, durch gemauerte Bauten. Trozdem fanden sich manche, denen die alten Häuser leid tatan. So kam die Idee vom Walachischen Freilichtmuseum auf.
Die Stadt liegt im Herzen des bergiges Landes – der mährischen Beskieden, am Fuss des Berges Radhošť und ist heute eine wichtige Erholungszentrum. Die Stadt und ihre Umgebung bieten viele Möglichkeiten für Winter- und Sommertouristik, sowie eine große Menge Unterkunft- und Verpflegungsmöglichkeiten.
Rožnov pod Radhoštěm ist durch Buslinien mit allen Gebieten unserer Republik verbunden. Der Eisenbahntransport erfolgt aus Rožnov über den wichtigen Eisenbahnpunkt Valašské Meziříčí. Die Stadt ist auch leicht mit dem Flugzeug erreichbar über den Flughafen in Mošnov, welcher von Rožnov ungefähr 40 km in Richtung Ostrava entfernt ist. Die Stadt durchquert die wichtige Internationale Fernverkehrstrasse E-442.


