Weg: Gäste, Besichtigung des Museum / Lebendiges Museum


Lebendiges Museum

Museum vivum – Lebendiges Museum

„Wir wollen kein totes Magazin von Gebäuden und Gegenständen anlegen, wir wollen mit Hilfe der praktischen Ethnographie ein lebendiges Museum erbauen, in dem die ererbten Traditionen der walachischen Vergangenheit und die Eigenständigkeit der Bevölkerung in bezug auf Art und Wohnweise durch Arbeitsleistungen, Brauchtum, Tänze, Gesänge und Ritualität der Bevölkerung am Leben erhalten werden". Solche für die damalige Zeit ganz moderne Ansichten äußerte im Jahr 1933 bereits der Begrüder des Walachischen Freilichtmuseums Bohumír Jaroněk.

Das Freilichtmuseum wird oft als Skansen bezeichnet. Es ist dies eine ständig diskutable Bezeichnung, die mit der Benennung des ersten Freilichtmuseums in der Welt – des Skansens in Stockholm – zusammenhängt, das hier von Dr. Arthus Hazelius gegründet wurde. Der Skansen wurde damals im Jahre 1891 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei uns und in einigen anderen Länder hat sich dieser Termin insbesondere in der Publizistik eingebürgert und man bezeichnet damit ziemlich uneinheitlich nicht nur Freilichtmuseen, sondern auch ganz unterschiedliche Expositionen.

Das walachische Freilichtmuseum widmet auch heute grosse Aufmerksamkeit der Präsentation der Volksbräche, Lieder und Tänze. Unter dem Namen „Walachisches Jahr" finden sie ganzjähriges Angebot, das 60 selbständige Programme beinhaltet. Unter ihnen befinden sich Programme, die sich auf Volksbräche, Fasching, Ostern, Pfingsten, Erntefest und Weihnachten beziehen. Die Besucher, die sich für die traditionelle Wirtschaft, Handwerke und Hausarbeiten interessieren, besuchen regelmäßig „den Bäckersamstag", „Hejas Messer", den Tag der Handwerke, Zusammentreffen der Schmiede und weitere. Es fehlen auch nicht Programme für Kinder, z. B. „Das ABC-Buch der neuen Handwerke" und natürlich auch programmreiche internationale Festivale „Rožnover Streitaxt", „Rožnover Feste", „Jánošíks Dukaten", „Romsches Lied". Einen unteilbaren Bestandteil des Programmangebotes bilden die traditionellen Jahrmärkte „Altertümlicher Jahrmark" und „Weihnachtsjahrmarkt". Und da in den Objekten statt Fremdenführer die Demonstratoren tätig sind, die die traditionellen Hausarbeiten Weben, Kochen, Spinnen und andere vorführen, hoffen wir, dass es uns gelingt, den Wunsch der Grüder der Freilichtmuseen in der ganzen Welt zu erfüllen - kein Museum, sondern ein lebendigen Ort zu schaffen, wo getreu die Lebensweise unserer Vorahmen aufbewahrt bleibt.



Sprachversion

  • Čeština
  • Deutsch
  • English